26.06.2014, Das Obervermuntwerk II wird Vorarlbergs zweitgrößtes Wasserkraftwerk

Anschlagfeier für einen spektakulären Bauauftrag an die ARGE JÄGER-PORR-Hinteregger-ÖSTU.

Die Vorarlberger Illwerke AG (Illwerke) errichtet zwischen den Speicherseen Silvretta und Vermunt das Pumpspeicherwerk „Obervermuntwerk II“. 

Gestern freuten sich Vertreter der Illwerke, der EnBW (Energie Baden-Württemberg AG), der am Bau beteiligten Unternehmen und der Montafoner Gemeinden mit Landeshauptmann Mag. Markus Wallner über den Startschuss für ein Großprojekt, das von essentieller Bedeutung für die Integration erneuerbarer Energie ins europäische Verbundnetz und den Wirtschaftsstandort Vorarlberg ist.

Das OVW II wird entscheidend zur Effizienzsteigerung in der Wasserkraftnutzung der Illwerke beitragen und schafft weitere Voraussetzungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien in Europa. Es werden zwei rasch und in einem weiten Bereich regelbare Maschinensätze mit getrennten Turbinen (2x180 MV) und Pumpen (2x180 MV) zum Einsatz kommen.

Die Gesamtinvestitionssumme beträgt 500 Millionen Euro, das Auftragsvolumen für die ARGE rund um das Vorarlberger Unternehmen 120 Millionen Euro. (JÄGER und PORR je 30%, Hinteregger und ÖSTU je 20%)

Die technische Geschäftsführung obliegt JÄGER BAU, mit der kaufmännischen GF ist die PORR betraut. Für die Partner-Firmen stellt dieser Auftrag eine große technische und logistische Herausforderung dar und wird einmal mehr das exzellente Know-how und die hohe Leistungsfähigkeit dieser Unternehmen beweisen.

DI Guntram Jäger, Geschäftsführer JÄGER BAU, bedankt sich bei den verantwortlichen Herren der Illwerke dafür, dass sie dieses große Vertrauen in ein Konsortium rund um JÄGER BAU gesetzt haben und betont, dass durch die Auftragsvergabe an diese Bieter-Gruppe das seit Jahrzehnten im Montafon verankerte Unternehmen federführend an der Ausführung der Arbeiten beteiligt ist, und somit ein maßgeblicher Teil der Wertschöpfung in der Region verbleibt.“

Generaldirektor  Karl-Heinz Strauss, PORR AG: "Es freut mich, dass die PORR erneut einen wesentlichen Beitrag für die Infrastruktur von Vorarlberg leisten kann. Ganz besonders hervorheben möchte ich die gute Zusammenarbeit mit unseren Arge-Partnern und dem Auftraggeber, die zeigt, dass Großprojekte auch im besten Einvernehmen umgesetzt werden können."

Zu Spitzenzeiten werden über 400 Leute auf der Höhenbaustelle auf fast 2000 m Seehöhe arbeiten, die zum Großteil im „Silvretta-Dorf“ vor Ort wohnen; Winterpause wird es keine geben. 2018 soll das Wasserkraftwerk in Betrieb gehen.