Daten und Fakten

Projektname:
Daule Peripa Tunnel, Ecuador
Auftraggeber:
Centro de Rehabilitacion de Manabi
Auftragsvolumen:
4,59 Mio EUR (in ARGE)
Ausführungszeitraum:
1997 - 1998
Arbeitsgemeinschaft:
JÄGER - SELI

In Ecuador, einem der ärmsten Länder Südamerikas, wurde in der Provinz Manabi an der Realisierung eines groß angelegten Bewässerungsprogrammes mit einer geplanten Jahresnutzwassermenge von 500 Mio. m³/Jahr gearbeitet. Einen Teil dieses Programmes stellt der Wasserüberleitungsstollen “Trasvase Daule Peripa - La Esperanza” dar, eine Verbindung der beiden Stauseen “Daule Peripa” und “La Esperanza”. Der Stollen mit hexagonalem Tübbing-Vollausbau (Innendurchmesser 4.20 m) hat eine Länge von 8.268 m, einen Ausbruchdurchmesser von 4.88 m und wurde von einer Doppelschild-TBM mit einer Tagesdurchschnittsleistung von 46 m/Tag in nur 180 Vortriebstagen zwischen August 1997 und Juni 1998 aufgefahren. Aufgrund extremer klimatischer Bedingungen, hervorgerufen durch das Phänomen “El Nino”, wurden die außerordentlich hohen Vortriebsleistungen ab ca. 5.000 m stark vermindert. Dennoch wurde mit diesem Vortriebs- und Auskleidungssystem Ende der 90er Jahre ein Welt-Rekord aufgestellt: 86 m betriebsfertiger Stollen binnen 24 Stunden! Die Monatsbestleistung betrug 1.605 m. Weitere Monate mit über 1.500 m/Monat folgten! Aufgrund dieser außerordentlichen Vortriebsleistungen musste die TBM mangels Tübbingen vorübergehend angehalten werden. Die geologischen Verhältnisse entlang der gesamten Tunnelstrecke bestanden im wesentlichen aus fein- und mittelkörnigem Sandstein.

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Daule Peripa Tunnel